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Eine Menge Masken

(12.05.2020)

Spätestens seit Ende März nähen zahlreiche Frauen (und einige Männer) auch in Kempen mit großem Eifer Stoffmasken. Als Alternative zu medizinischen Mundschutzen lassen sie sich gut in Räumen mit potenziell engen Kontakten tragen, um mögliche  Fremdinfektionen zu verhindern.

Nach unserem Aufruf vom 2. April nähten auch viele sehr engagierte Mitbürgerinnen, z.B. die Damen vom Tauschring im Hagelkreuz, ehrenamtlich für die Initiative Kempen hilft, die die Masken dann an Bedarfsstellen weitergab.

Da wurden nicht nur Wäschetruhen nach geeigneten Laken geplündert, sondern Bastel- und  Stoffrestekisten geleert, die Oberhemden des Ehemanns durchsortiert, die T-Shirts der Kinder und die eigenen ausrangierten Sommerkleider auf Tauglichkeit geprüft, und am Ende noch das ein oder andere Halstuch geopfert.

Auch manche Taschentücher fanden eine neue Verwendung.

Und Vorhänge.

Und Trockentücher.

Und dann ging es los, in der Regel mit einem Prototyp.

Wenn der Prototyp gelungen war – was erfahrungsgemäß nicht selbstverständlich ist, weil zum Beispiel der Schnitt nicht stimmt, weil die Maschine versagt, weil man sich beim Bügeln die Finger verbrennt oder weil einen spätestens beim Nähen der Bänder der Elan verlässt – , ging das Modell in Serie.

Am besten schnitt man sich einen Stapel Vorlagen zu und nähte dann „alles weg“.

Und heraus kamen überraschende Dinge:

die klassische Faltenmaske (dem medizinischen Mundschutz nachempfunden), die sich allen Kopfgrößen anpasst

die Maßanfertigung mit der Naht vorne

die blütenweiße Lakenmaske, die auch nach 179 Kochwäschen ihre Farbe behält,
die Designermaske oder die Maske in Vintage-Style

die Maske mit besonderer Eignung für den Frisörbesuch (mit Gummis hinter den Ohren)


die vielen Masken mit kindgerechten Mustern als besondere Hingucker und als Motivationskick für die Kleinen…

… und vieles mehr!


Inzwischen, da es wieder Stoff, Nähgarn, Gummi und sogar Schrägband problemlos zu kaufen gibt und man nicht mehr so viel Spaß beim Improvisieren hat, sind auch die Einwegmasken wieder zu erschwinglichen Preisen zu haben.

Krankenhäuser, Seniorenheime, soziale Einrichtungen und Schulen scheinen versorgt zu sein.

Aber in der Geschäftsstelle Kempen hilft in St. Hubert sind noch immer etliche Masken vorhanden, und es kommen regelmäßig kleine Pakete oder hübsche Einzelstücke hinzu, die bei Bedarf gerne bereitgestellt werden!

Rufen Sie uns an: 02152 917 4440 oder 0152 962170