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Aktuelle Zuweisungen und Entwicklung

Stand und Entwicklung

Nachdem Kempen in den letzten Monaten durch die Anrechnung der Schutzsuchenden  in der Via-Stenden (Kerken) und dem Berufskolleg des Kreises Viersen auf Kempener Gebiet die nach dem Königssteiner Schlüssel festgelegte Quote für Kempen weit unterschritten hat (43%), hat die für die Flüchtlingsverteilung in NRW zuständige Bezirksregierung Arnsberg nun damit begonnen, diese Quote aufzufüllen, so dass davon auszugehen ist, dass neben den bereits Anfang Juli angekommen 220 Personen bis Ende September noch rund 150 Personen zusätzlich nach Kempen kommen (gerechnet vom heutigen Stand) und danach möglicherweise nochmal etwa 200 Personen bis zum Ende des Jahres.

Die bisherigen Unterkünfte – einschließlich der neuen Unterkunft im Gewerbegebiet – sind seit Anfang Juli  voll belegt  und die Stadt Kempen muss für die nachfolgend zugewiesenen Personen (150) bis Ende September weiteren Wohnraum zur Verfügung stellen.

Planung / Beschluss des Rates

Nach intensiver Suche und Abwägung unterschiedlicher Kriterien hat der Rat der Stadt Kempen in seiner Sitzung vom 28.06.2016 beschlossen, als Standort für eine weitere Unterkunft den Bereich am Schmeddersweg zwischen Sporthotel und Reithalle hierfür vorzubereiten und eine Unterkunft für zunächst ca. 140 Personen dort zu errichten. Die Unterbringung soll in seperaten Einheiten erfolgen, die jeweils in U-Form aufgebaut werden so dass sich hierdurch kleine Blocks ergeben, die sich zu den anderen Blocks etwas abheben. Dieser Plan ist sehr anspruchsvoll, müssen doch vor der eigentlichen Bebauung dort noch sämtliche Versorgungsleitungen verlegt und die entsprechenden Wege angelegt werden.

Es wird nicht die gesamte dort vorhandene Fläche genutzt, sondern zunächst nur rund ¼ (5.000 QM). Sollten die Zuweisungen auch im Oktober und November unvermindert erfolgen, soll dieser Standort für die maximale Belegung mit ca. 250 Personen ausgebaut werden. Für die maximale Belegung wird dann die Hälfte der Fläche zwischen dem Sporthotel und der Reithalle (10.000 QM) genutzt. Alle Informationen zum Ratsbeschluss finden Sie in unserem Ratsinformationssystem.

Bürgerinformation / Fragen & Antworten

Die Verwaltung hat die Anwohner des Bereiches entsprechend unterrichtet und in einer Bürgerversammlung am 06.07.2016 konnten alle Betroffenen weitere Informationen erhalten und Fragen zu dem Projekt stellen. Die zahlreichen Fragen und Antworten werden zur Zeit aufgearbeitet und in der nächsten Woche auf dieser Homepage eingestellt, ebenso eine schematische Darstellung der zur Zeit angedachten Bebauung.

Fragen zu der Entwicklung in Kempen insgesamt aber auch Angebote der Hilfe können Sie gerne unter der Kontaktseite an uns richten.

Betreuung/  Hilfe benötigt

Zur Zeit erfolgt die Betreuung der schutzsuchenden Menschen durch die Verwaltung der Stadt Kempen, Sozialarbeiter des SKM, Dienstleistende des Bundesfreiwilligendienstes, die Hausmeister der Einrichtungen und sehr viele ehrenamtlich tätige Personen aus allen Stadtteilen.

Aber es dürften noch viele mehr sein, die ihre Hilfe anbieten und sich in der Flüchtlingshilfe engagieren!

Es ist leicht vorzustellen, dass in den nächsten Wochen und Monaten viele freiwillige Helfer benötigt werden, die den neuen Einwohnern von Kempen in vielfältiger Weise helfen können. Von der Hilfe bei Behördengängen bis hin zur persönlichen Patenschaft, um einzelnen Personen zum Beispiel bei der Suche nach dem geeigneten Sprachkurs oder der Anerkennung der Berufsausbildung zu helfen, von Fahrdiensten zu Sprachkursen bis zum Begleitung zu Sportveranstaltungen ist es ein sehr breites Spektrum, in dem Hilfe gebraucht wird. Auf dieser Homepage finden Sie immer wieder aktuelle Suchmeldungen und im Bereich „Helfer“ alle Organisationen, die in Kempen in diesem Feld arbeiten und die Sie ansprechen könnten, um Ihre persönliche Hilfe anzubieten!

Uns geht es gut in Kempen. Teilen wir das, was Kempen ausmacht und von anderen unterscheidet: persönliches Engagement über die eigenen Belange und Befindlichkeiten hinaus, Großzügigkeit und das gemeinsame  Bestreben, Kempen zu einer Stadt zu machen, in der möglichst viele möglichst gut leben können. Sicher werden dann nicht nur die neuen Mitbürger sondern auch unsere Stadt als Ganzes hiervor profitieren.